Annett Gröschner | Walpurgistag
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Walpurgistag

Roman

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-421-04505-8
Preis: 21,99 € [D] / 22,70 € [A] / 31,50 CHF
2011 DVA Belletristik

eBook
ISBN: 978-3-641-06831-8
Preis: 9,49 € [D] / 12,00 CHF
Format: epub
2011 DVA Belletristik

Taschenbuch
Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74586-9
Preis: 10,99 € [D] / 11,30 € [A] / 16,50 CHF
2013 btb

„Lebensfülle, Wirklichkeitsfülle. Eine schier unendliche Fülle der verschiedensten Figuren, jeder Herkunft, jeden Alters. Unverkennbar Berlin. War es bei Döblin die Gegend um den Alexanderplatz in den zwanziger Jahren – bei der Gröschner ist es der Kollwitzplatz um die Jahrtausendwende. Ein unverwechselbares Milieu, ein unerschöpfliches Kaleidoskop von Zeitgenossen und Geschehnissen – faszinierend mit oft absurdem Blick gesehen, erzählt mit dem trockenen Humor dieser Autorin. Als Leser möchte man die Fesselung durch diese Welt nicht mehr missen. Ein Dokument, authentisch, poetisch. Ein großer Wurf.“ Christa Wolf

Jurybegründung anlässlich der Verleihung des Brandenburg Lotto Literaturpreises 2012

Annett Gröschner hat mit ihrem Roman „Walpurgistag“ die Sinfonie einer Großstadt geschrieben.

Berlin ist die Bühne, auf der Gröschner ihre Abenteurer, Sonderlinge und Außenseiter, ihre ruhelosen und getriebenen Figuren auftreten lässt, die aus unterschiedlichen Generationen und Stadtvierteln kommen. In fünfundzwanzig Einzelschicksalen in jeweils eigenen Tonlagen, die sich so beiläufig wie kunstvoll aufeinander beziehen, fächert sich ein Panorama auf, das der Stadt ein literarisches Gesicht gibt. Gröschners Roman liegt weit jenseits von Zeitgeist-Studie und Stadtporträt. Der ungewöhnliche Blick der Autorin, in dem sich Gewohntes auflöst und Bekanntes verdreht, in dem das scheinbar Verrückte selbstverständlich wird, ermöglicht eine Vertiefung des Sehens und erzählt auf diese Weise grundlegend von menschlichem Schicksal.

Von einem realistischen Erzählrahmen überspannt, entwirft die Autorin beeindruckende Szenen des Skurrilen, sie beherrscht die Schreibarten des Absurden ebenso wie die des Poetischen, sie versteht sich auf Situationskomik und auf nuancierte Schilderungen unterschiedlicher Charaktere und Milieus. Ihre aufwendige und genaue Recherche verankert den Roman in der Wirklichkeit des 30. April 2002 und hebt doch leichtfüßig davon ab, hinein in literarische Verzauberung.

Annett Gröschners „Walpurgistag“ ist ein stimmgewaltiges Meisterwerk, ein moderner Schelmenroman, in dem der Held einer von vielen ist; immer gerade der, mit dem diese außergewöhnliche Erzählerin ihr Walpurgisnacht-helles Sprachfeuer entzündet. Antje Rávic Strubel für die Jury