Annett Gröschner | Verlorene Wege
70
portfolio_page-template-default,single,single-portfolio_page,postid-70,ajax_fade,page_not_loaded,,select-child-theme-ver-1.0.0,select-theme-ver-4.6,fs-menu-animation-underline,wpb-js-composer js-comp-ver-5.5.5,vc_responsive

Verlorene Wege

Annett Gröschner (Text), Arwed Messmer (Bild)

Hardcover, 15 x 20 cm
176 Seiten, ca. 120 Abb. in Farbe
Preis: 29,00 € / 50,00 sFr
ISBN 978-3-940748-67-6
2009 Verlag für moderne Kunst Nürnberg

Auflage: 1000

Es erscheint eine signierte und nummerierte Vorzugsausgabe mit einem Originalfoto von Arwed Messmer in einer Auflage von 75 Exemplaren.

Die Arbeitswege aus den ostthüringischen Städten Gera und Altenburg hin zu den Uran-Bergbaugebieten rund um Ronneburg haben sich wie Muster in die Landkarten des vergangenen Jahrhunderts geprägt. In den letzten beiden Jahrzehnten sind diese Wege überformt worden. Sie haben Spuren in der Landschaft hinterlassen, die kaum noch sichtbar, für die Menschen, die sie täglich zurücklegten, aber durchaus noch von Bedeutung sind, denn sie sind Teil ihrer Biographien.

Verlorene Wege legt diese Spuren frei. Es ist eine polyphone, aus vielen Mosaiksteinchen bestehende Text-Bildkomposition aus Stimmen von Menschen, die täglich diese Wege zurücklegten oder sich an ihren Rändern aufhielten: Lokführer, Zugführer, Fahrmeister, Bahnhofsmitarbeiter, Mitropakellner, Zimmerlinge, Hauer, Markscheider, etc. sowie Zeitdokumenten, Archivmaterial, Fahrplänen, Schwindel- und Brigadebüchern. Arwed Messmer entwickelte aus eigenen, 1983 und 2007/2008 entstandenen Fotografien, Archiv-, Familien- und Brigadefotos sowie Filmstills eine Bildcollage, die sowohl verbindend als auch als eigentständige Ebene neben dem literarischen teil steht. Geschichte und Privates werden facettenreich ineinander verschränkt und fügen sich zu einem Weg von den Neubauwohnungen Altenburgs und Geras in die Schächte des Ronneburger Reviers, im Zeitraum von 1972 bis zum Ende des Wismut-Personenverkehrs auf der Schiene, 1990.